BSSB

Olympia-Schießanlage Hochbrück

Herrn Josef Ambacher

Ingolstädter Landstraße 110

 

85748 Garching

 

 

 

 

 

 

 

 

Neu-Ulm, 28. März 2003

 

 

 

 

Neue Gesetzesregelungen zwingen uns, die Jungendarbeit einzustellen

 

 

Sehr geehrter Herr Ambacher,

 

leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir durch die neuen Gesetzesregelungen keine Jugendarbeit mehr durchführen können. Wie Sie aus dem beiliegenden Schreiben ersehen, hat unser Jugendleiter sein Amt zum 31.03.2003 aufgekündigt.

 

Seine Gründe sind nachvollziehbar. Unter diesen Umständen findet sich auch niemand mehr, der diese Funktion übernehmen kann. Besonders gravierend und ausschlaggebend ist hier die Umkehrung der Beweispflicht.

 

Es kann niemandem zugemutet werden, mit seinem gesamten Privatvermögen im Dienste der Allgemeinheit zu haften.

 

Künftig werden bei uns nur noch Jugendliche schiessen dürfen, wenn der/die Erziehungsberechtigte des/der Betreffenden anwesend ist.

 

 

 

 

Fördernde Mitglieder laufen uns scharenweise davon

 

Ein weiteres Problem bedroht unsere Existenzfähigkeit. In den letzten 5 Jahren haben über 40 fördernde Mitglieder den Verein verlassen, da sie nicht gewillt waren, den geforderten Mitgliedsbeitrag von 42,-- EUR zu bezahlen. Diesen müssen wir aber erheben, wenn wir auf öffentliche Mittel und Zuschüsse zugreifen wollen. Viele dieser ehem. Mitglieder geben uns anstatt des Mitgliedsbeitrags eine jährliche Spende, sodass wenigstens der Verein noch finanziell etwas profitiert. Würde der Verband auch eine passive Mitgliedschaft anerkennen, was sicherlich machbar ist, würden auch an den Verband von diesen Mitgliedern finanzielle Mittel fliessen.

 

In den dörflichen Vereinen ist es nun mal so, dass viele in vielen Vereinen nur als Förderer Mitglieder sind und den Verein nur durch ihren Beitrag selbstlos unterstützen wollen. Es hat sich auch schon eine Lobby für einen Förderverein gefunden, was nicht von der Hand zu weisen ist. Somit wären dann wieder planbare Einkünfte sichergestellt.

 

Abschliessend möchten wir anmerken, dass wir uns in wichtigen elementaren und existenziellen Dingen vom Verband im Stich gelassen fühlen – und das ist die Meinung von vielen Vereinen.

 

Mit freundlichen Grüssen

 

 

 

Wolfgang Riesenegger

1.      Vorsitzender

 

 

Anlage

Kündigungsschreiben unseres Jugendleiter