Nach mehreren Jahren geschah es mal wieder: Die Alarmanlage des Vereinsheimes hat am 1. Juni 2009 gegen 6:15 Uhr Alarm ausgelöst und u.a. per Telefonleitung unseren Vereinswirt alarmiert. Dieser reagierte einzig richtig und informierte die Polizei, die daraufhin unmittelbar mit 2 Streifenwagen und 4 Beamten am "Tatort" eintrafen und zusammen mit dem Vereinswirt das äußerlich unversehrt erscheinende Schützenheim betraten. Nach eingehender, ca. 7-minütigen Inspektion konnte kein Einbruch festgestellt werden.
Ob den Alarm ein vereitelter Einbruchsversuch, oder ausgelöst durch ein Tier verursacht hat, konnte nicht festgestellt werden. Somit war nach ca. 10 Minuten für Polizei und Vereinswirt erledigt.
Daraufhin erhielt unser Vereinswirt eine persönlich an ihn gerichtete Kostenrechnung wegen "Falschalarm" über 105 Euro. Für uns und für die meisten unserer Vereinsmitglieder ist es nicht vermittelbar, dass ein derartiger "Minuten-Einsatz" für einen "Schutzbedürftigen" solche Kosten auferlegt werden. Zumal z.B. bei Fußballveranstaltungen Hundertschaften von Polizei für die Veranstalter kostenlos eingesetzt werden und Beamte Zusatzdienste leisten müssen.
Daraufhin haben wir uns am 18. Sept. mit einem Protestbrief an das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West in Kempten gewandt.
Als Antwort erhielten wir lediglich den Hinweis auf die Rechtmäßigkeit dieser Forderung aufgrund des entsprechenden Kostengesetzes. Auf die Probleme und die daraus entstehenden Sicherheitsrisiken wird überhaupt nicht eingegangen.
Die Politik ist immer sehr schnell mit publikumswirksamen Reaktionen wie Verschärfung der Gesetze etc. Dass sie aber durch solche "Kostengesetze" selbst einen Risikofaktor provoziert, wird nicht erkannt. Aus diesem Grund haben wir uns mit einem weiteren Schreiben an unseren bayer. Innenminister Joachim Herrmann gewandt.
gez.: Wolfgang Riesenegger
1. Vorsitzender
Chronologie des offenen Schriftverkehrs: